Am Sonntag, dem 27. Juli trafen sich die Rahdener Grünen zum Start am Museumshof zu einer kleinen Fahrradtour im Mühlenkreis. Trotz dunkler Wolken waren die Biker bester Laune. So manch einer trotzte dem Wetter mit kurzer Hose und Sandalen.
Bestückt mit Regenjacken im Gepäck sowie Mückenspray und Sonnenschutzmittel im Rucksack ging es Richtung Espelkamp zum Bereich der kleinen Aue. Hier konnten sich die Rahdener Grünen von einem Teil der Umsetzung der „Europäischen Wasserrahmenrichtlinie“ im Bereich der kleinen Aue überzeugen, die auf Espelkamper Gebiet bereits erfolgreich realisiert wurde. Gerade der letzte Bauabschnitt wurde erst vor kurzem fertiggestellt. Die Grünen waren begeistert, von dem entstandenen Bestand der Weiden, Erlen und Eschen am Verlauf der kleinen Aue, die nicht angepflanzt, sondern sich über Sameneintrag entwickelt haben. In den angrenzenden Feuchtwiesen, die als Speicher für Wassermassen bei Starkregen dienen, hat sich eine interessante Vielfalt an Gräsern und Blühpflanzen entwickelt. Detlef Müller, der die diesjährige Tour geplant hat: „Hier ist ein ökologisches Vorzeigeprojekt entstanden. Schade, dass es nicht als interkommunales Gemeinschaftsprojekt von Espelkamp und Rahden geplant und durchgeführt wurde.“ Einig waren sich alle Teilnehmer, dass das Projekt auch endlich auf der Rahdener Seite weitergeführt wird und die ökologisch wichtigen Renaturierungsmaßnahmen bei uns in Rahden umgesetzt werden. Letztlich ist dies bis 2027 laut EU erforderlich. Da muss sich Rahden also dringend sputen. Dies könnte dann ein weiteres attraktives Naherholungsgebiet für Radfahrer und Spaziergänger sein, welches von der Bevölkerung, wie bereits in Espelkamp, gut angenommen wird.
Nach einer kurzen Besichtigung des Biberteiches in Espelkamp ging es zum ersten Rastpunkt mit Kaffee und Kuchen bei Sonnenschein in Schmalge. Eine weitere Station auf der Fahrradtour war die Straußenfarm in Tonnenheide, bei der sowohl die älteren als auch die ganz jungen Straußenvögel so freundlich waren, sich ganz nahe an den Zaun zu bewegen und für Fotos zu „posieren“.
Der Rückweg führte dann entlang verwinkelter Wege abseits der Hauptstraßen wieder zurück zum Ausgangspunkt, wo man dann bei einem guten Abendessen in entsprechender Lokaltät den Abend ausklingen ließ. Toll war, dass die verstauten Regenjacken nicht benötigt wurden.


