Mc Donalds im Industriegebiet schwächt die Rahdener Innenstadt

Wir befürchten eine dauerhafte Schwächung der Rahdener Innenstadt, wenn sich ein Mc Donalds im Industriegebiet niederlässt.

Wer zu Mc Donalds fährt, der fährt anschließend nicht in die Innenstadt um dort zu bummeln, Eis zu essen, Kaffee zu trinken, im Buchladen zu stöbern oder sich Einkaufsanregungen zu holen. Städtische Bemühungen zur Wirtschaftsförderung und Belebung der Innenstadt werden so konterkariert“, so Manfred Krämer Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Stadt Rahden. Aus Sicht der Grünen würde sich eine Ratsentscheidung für einen Grundstücksverkauf an die Imbisskette negativ für das Rahdener Zentrum auswirken. Viel wichtiger wäre es mit vereinten Kräften aus Verwaltung und Politik, die Attraktivität der Rahdener Innenstadt zu stärken.

Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass sich die Verpackungsabfälle, die häufig gedankenlos in die Landschaft entsorgt werden, meist nicht im unmittelbaren Umfeld eines Standortes auswirken, sondern häufig erst nach 10 -20 km. Die Spuren des Lübbecker Imbisses finden sich auch in den Rahdener Grünanlagen wieder. Diese Art der illegalen Müllentsorgung kann man zwar nicht Mc Donalds direkt zuordnen, sondern den verantwortungslos handelnden Essern. Trotzdem bleiben die Kosten für die Mülleinsammlung bei der öffentlichen Hand und damit bei den Steuerzahlern hängen. Für einen Standort in Rahden würde das bedeuten, dass sich die Nachbarkommunen wie Wagenfeld, Lavelsloh oder Stemwede über den illegal entsorgten Verpackungsmüll „freuen“ dürfen.

Wir weisen außerdem darauf hin, dass der geplante Bau auf einer Kompensationsfläche stattfinden soll, die das Ziel der Extensivierung (ökologische Aufwertung) hat. Hier soll eine ökologisch wertvolle Fläche einfach platt gemacht werden. Diese Fläche ist in der Vergangenheit schließlich einmal als Ersatz für andere Bau- bzw. Eingriffssmaßnahmen angelegt worden. Wir lehnen es ab, dass diese Fläche jetzt zerstört werden soll,“ ist das Fazit der Rahdener Grünen.